In fast jedem Reitstall gibt es Samtpfoten, die leider nicht immer so behandelt werden wie sie es verdienen.
Es wäre eine unendliche Geschichte um über all die Stallkatzen zu berichten, die meinen Weg kreuzten. Wunderbare Seelen die mir innerhalb kürzester Zeit ihr Vertrauen schenkten. Seelchen und Habibi sind Kinder solcher Stallkatzen. Ich muss dazu sagen, daß in dem Stall wo Seelchens Mama lebt, die Katzen sehr liebevoll behandelt werden. Minka, Seelchens Mama, ist auch kastriert. Wurde hochschwanger in den Stall gebracht und gerettet, wäre sonst von einem Bauern erschlagen worden.
Habibis Mama war eine Bauernkatze vom Nachbarn und konnte Gott sei Dank kastriert werden. Da war meine Aufgabe erfüllt und es war an der Zeit zu gehen.Im Sommer 2001 fängt eine neue Geschichte an. Ich übersiedelte mit meiner Appaloosastute in einen neuen Stall. Da waren sie wieder „diese Seelen“. Mischa, Moritz, Maxi im Stall, Lilli und Francis die ins Haus durften, ja und dann noch eine dreifarbige ganz scheue Glückskatze mit ihrem Kind. Nicht zu vergessen Willi, der einfach eines Tages da war (offensichtlich hat sich herumgesprochen, daß ich gekommen bin) und hartnäckig geblieben ist. Alle Versuche ihm klar zu machen dass er nicht bleiben kann schlugen fehl. So blieb er, wurde kastriert und ist in der Zwischenzeit ein liebenswerter Geselle geworden. In dieser Zeit brauchte ich jede Menge Katzenfutter, so ca. 8 Dosen am Tag. Sie sollten sich alle mal richtig nach Herzenslust sattessen. Meine größte Sorge war aber die Katzenmama mit ihrem Kind. Beide scheu und nicht gerade dick. Zuerst einmal Namen, damit wir uns auch unterhalten konnten: Weibi und Monty. Ich glaube sie waren damit einverstanden.
Viel Zeit und Geduld wurde aufgewendet um das Vertrauen der beiden zu bekommen. Monty fasste schneller Vertrauen und Weibi gab mir zu verstehen, dass sie Zeit braucht. Immerhin hat sie wahrscheinlich in ihrem ca. 6 jährigen Katzenleben keine so gute Erfahrungen gemacht. Sie war eigentlich herrenlos und hat sich irgendwo im Heu eingenistet. So mussten wir sie mit der Falle fangen (hier besonderen Dank einer Freundin vom Katzensitterclub für ihre Hilfe) damit wenigstens keine neuen Babys mehr kommen. Ich glaube sie hat gewusst es war notwendig, denn sie hat mir alles verziehen. Leider hatten wir bis dahin noch eine schlimme Zeit. Monty wurde ganz plötzlich krank und konnte trotz intensiver Behandlung nicht mehr gerettet werden. Er war mein geliebtes Baby und der Schmerz war groß und unverständlich. Kurze Zeit später musste Maxi eingeschläfert werden und Moritz starb auch ganz plötzlich und unerwartet. Der Schreck war riesengroß und keiner weiß bis heute den Grund. All diese lieben Seelen sind bei den Sternenkatzen verewigt. Einen guten Ausgang hat die Geschichte - Weibi ist eine ganz liebe zutrauliche Katze geworden. Eine Seele die ich sehr liebgewonnen habe.
Nicht zu vergessen die anderen Katzen, die alles gut überstanden haben: Willi-Walze (hat sich inzwischen zu einer Kugel gefressen).
Mischa mit den weißen Pfötchen und gerne auf alle eifersüchtig.
Lilli die Hauskatze und ihr inzwischen großes Kind, der rote Kater Francis. Francis liebt es beim warmen Herd zu liegen.
Das ist die Geschichte von den Stallkatzen und es gäbe ein ganzes Buch zu schreiben,über die vielen anderen Samtpfoten denen ich helfen konnte und über die, welche noch kommen.Denn wie gesagt, Ende nie.................................
Die Stallmietzen haben ein Katzenhaus bekommen, dafür möchte ich mich beim "Altbauer" Toni recht herzlich bedanken, wie man sieht ist es super gelungen. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch gemacht werden.
Leider ist Weibi am 12.1.2004 ganz unerwartet gestorben. Sie wurde eingeäschert und wird beim Katzengrab ihr Ruheplätzchen finden.
Sie hat bei Sternenkatzen.net einen schönen Stern bekommen.
Alle trauern um die liebe wunderbare Seele. Hier geht es direkt zu Weibi's Stern.
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unserem Leben.
Drum wird uns dieses Blatt allein,
für immer, immer fehlen.
(Hermann Hesse)